1000 Fragen an mich selbst – Episode #1

Es gibt in der deutschen Mamablogger-Landschaft tatsächlich einige Frauen, die ich unheimlich bewundere. Für ihre Stärke, ihren Stil, ihre Wortgewandtheit, ihre Liebenswürdigkeit und für die Worte, die mir schon so manches Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. Besondere Liebe hege ich für die Frau, die so heißt wie meine älteste Tochter: Johanna (von) Pinkepank. Sie war so ziemlich die erste Mamabloggerin, der ich folgte und dann hatte sie zum damaligen Zeitpunkt auch noch einen so wunderschönen Onlineshop. Inzwischen verschlinge ich ihre Artikel regelmäßig und habe in unserem Büro einen Hype um ihre Bildschirmhintergründe, die sie in Kooperation mit Swantje veröffentlicht, ausgelöst. Nun aber hat sie etwas ganz besonderes gestartet. Etwas, bei dem ich zwar ziemlich spät, dafür aber mit viel Herzblut einsteige: die 1000 Fragen an dich selbst. Der Gedanke sich wieder einmal mehr mit sich selbst auseinander zu setzen, schwirrt mir schon so lange im Kopf herum und ich bin so unglaublich dankbar, dass ich durch dich, liebe Johanna, dahingehend einen kleinen Tritt abbekommen habe. 

Das ganze werde ich hier zweiwöchentlich veröffentlichen, zumindest ist das der bisherige Plan. Ich denke nämlich leider nicht, dass ich es häufiger schaffe. Ich würde mich natürlich über Feedback und weitere Teilnehmer unheimlich freuen, denn für mich zeigt diese Aktion mal wieder eines: wir sind alle so unterschiedlich und haben alle so viel interessante Dinge zu erzählen! Ich freue mich also sehr auf die nächsten Monate. Nun aber mal los:

1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan? An Silvester habe ich zum aller ersten Mal selbst eine Rakete gezündet. Ihr müsst wissen, dass ich eigentlich immer ein großer Schisser war. Zu schnell, zu laut, zu aufregend – all das war irgendwie nie etwas für mich. Irgendwie entdecke ich meine kindliche Seite jetzt aber nochmal neu…

2. Mit wem verstehst du dich am besten? Mit dem Mann, der mich zur Mama gemacht hat – danke, dass es dich gibt!

3. Worauf verwendest du viel zu viel Zeit? Sinnlose Fernsehen. Es ist wirklich furchtbar.

4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen? Ich bin nicht so leicht zum Lachen zu bringen. Ich mag geistreichen Humor und Witze sind nicht so mein Ding. Ich muss allerdings bei geistreichen Dia- oder Monologen einiger meiner schlauen Freunde oftmals Tränen lachen… glücklicherweise umgeben mich nämlich einige sehr, sehr lustige Menschen.

5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst? Nein, nicht mehr. Dank dieser Hormonänderung muss ich inzwischen bei jeder Kleinigkeit weinen und sehe das ganz gelassen. Ist jetzt eben so.

6. Woraus besteht dein Frühstück? Puh, das ist immer unterschiedlich. Gerade stehen Leberwurst-Brötchen hoch im Kurs.

7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben? Meinem Freund.

8. In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter? Es wäre leichter zu beantworten in welchem nicht. Ernsthaft. Mein Freund hat vor nicht allzu langer Zeit einen kompletten Tag mit meiner Mutter alleine verbracht. Als ich ihn fragte wie es so war meinte er: „Ach eigentlich genau so wie mit dir… nur ist deine Mutter ein bisschen freundlicher zu mir.“

9. Was machst du morgens als erstes? Je nachdem wie früh es ist, mache ich entweder erst Kaffee und „Puddingmilch“ für den Rest der Familie oder ich dusche.

10. Kannst du gut vorlesen? Mega gut, finde ich. Der einzige, der das hier allerdings zu schätzen weiß, ist mein Freund. Die Kleine versteht es natürlich noch nicht und die Große ist noch ein wenig zu ungeduldig dafür.

11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt? Oh, das weiß ich leider gar nicht mehr. Bestimmt auch bis ins Grundschulalter.

12. Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen? Es gibt nichts, was ich mir unbedingt irgendwann mal kaufen möchte, glaube ich. Es gibt ab und an mal kurzfristige Wünsche, aber nichts, das ich in ferner Zukunft anstrebe. Ich lebe lieber im Moment.

13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne? Geduld.

14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen? Ich befürchte im Moment ist es tatsächlich „Der Bachelor“. (Ja, ich weiß…)

15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen? Wir waren im letzten Sommer im Tier- und Freizeitpark Germendorf, aber davor war ich bestimmt 10 Jahre nicht mehr in einem Freizeitpark. Ich würde auch unglaublich gerne mal wieder in einen richtigen mit Achterbahnen und horrenden Eintrittspreisen, aber dafür sind die Kinder einfach noch zu klein.

16. Wie alt möchtest du gerne werden? Es gibt kein konkretes Alter, das ich anstrebe. Ich möchte lieber nur ein erfülltes und glückliches Leben führen, bis ich 75 bin, anstatt mit 90 vor lauter Kummer zu sterben. Aber ich möchte schon gerne ganz viel von den Leben meiner Töchter mitbekommen. Ich wünsche mir, dass ich so alt werde, dass ich noch meine Urenkel kennenlerne.

17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück? An unseren letzten Urlaub ohne Kinder an der Amalfiküste im Frühjahr 2015. Dahin müssen wir unbedingt nochmal.

 

18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an? Daran erinnere ich ich glücklicherweise gar nicht mehr und ich hoffe, dass es (zumindest noch ziemlich lange) so bleibt.

19. Hättest du lieber einen anderen Namen? Nein. Wobei ich irgendwie nicht dazu in der Lage bin meinen eigenen Nachnamen graziös auszusprechen… aber ganz ehrlich: who cares. Hier in Berlin duzt man ja sowieso jeden.

20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt? Auch wenn das ganz viele nicht von mir denken, zweifle ich ständig und überall an mir. Ich hinterfrage häufig ob ich richtig reagiert, die richtigen Worte gewählt und niemanden verletzt habe. Besonders bei der Arbeit nehme ich vieles persönlich. Ich gehe dann zwar, denke ich, recht professionell damit um und nutze Kritik, um mich weiter zu entwickeln, aber es trifft mich in der Regel doch härter als man und auch häufig auch ich selbst es erwarte.

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken? Ich wünschte ich könnte jetzt nein sagen, aber das wäre nicht ehrlich. Es sind nicht „andere“ im Allgemeinen, aber es gibt einige Menschen, deren Meinung von mir mir durchaus sehr wichtig ist. Und das sind nicht unbedingt die Menschen, die mir am nächsten stehen. Nein, in der Regel sind es tatsächlich Frauen, die ich selbst bewundere. Es gibt beispielsweise eine Kollegin, mit der ich erst seit Kurzem zusammenarbeite. Eine unheimlich klare, strukturierte und liebenswerte Frau, deren Meinung mir innerhalb kürzester Zeit sehr wichtig geworden ist.

22, Welche Tageszeit magst du am liebsten? Vormittage.

23. Kannst du gut kochen? Wenn ich koche, dann ist es lecker. Allerdings bin ich niemand, der Kochen als sein Hobby bezeichnen würde.

24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten? Frühling.

25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht? Letztes Wochenende hatten wir ein lazy weekend geplant. Keine Pläne, keine Verabredungen, keine Pflichten.

26. Warst du ein glückliches Kind? Und wie! Ich denke unheimlich gerne an meine Kindheit zurück und bin meiner Mama unglaublich dankbar dafür, dass ich so privilegiert aufwachsen durfte.

27. Kaufst du oft Blumen? Nicht oft, aber doch von Zeit zu Zeit mal.

28. Welchen Traum hast du? Darüber habe ich mich erst kürzlich mit einem guten Freund unterhalten. Früher waren meine Träume zahlreich und groß und heute muss ich ziemlich lange sehr tief in mich gehen um etwas hervor zu bringen, das entfernt an einen Traum erinnert. Es gibt tatsächlich einfach nichts, was ich mir aus tiefstem Herzen wünsche. Ich bin einfach durch und durch glücklich mit dem was ich habe. Ich bin zutiefst zufrieden und alles, was jetzt noch dazu kommt, ist nur eine weitere Kirsche auf dem Eisbecher…

29. In wievielen Wohnungen hast du schon gewohnt? Zusammen mit meiner Mama habe ich in fünf Wohnungen/Häusern gewohnt. Ich alleine dann noch einmal in dreien und nun sind wir hier als Familie in meiner neunten Wohnung angekommen.

30. Welches Laster hast du? Süße Getränke. Cola, Limonaden, Säfte, reines Wasser trinke ich nur ziemlich selten.

31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen? Ich habe mit „Das Labyrinth der Lichter“ von Carlos Ruiz Zafon angefangen. Er ist mein absoluter Lieblingsautor und bis dato hatte ich jeden seiner Romane schier verschlungen. Nur leider kann ich mich seitdem ich die Kinder habe, nicht mehr so richtig vertiefen. Etwas, das ich 2018 auf jeden Fall wieder angehen werde.

32.Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst? Weil sie zu mir passt, durch und durch. Diese Haarlänge ist genau die, die mir steht.

33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig? Nein, finde ich nicht.

34. Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto? Nicht unglaublich viel, aber genug.

35. In welchen Laden gehst du gern? In den Kinderladen von Christiane Orywal im Bergmannkiez. Im mjot könnte ich wirklich Tage verbringen.

36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe? Ich habe ja nun nahezu drei Jahre Enthaltsamkeit hinter mir, was das Thema Tabak und Alkohol angeht. Mir sind also viele Drinks inzwischen einfach zu herb oder bitter. Daher ist meine Bestellung zum jetzigen Zeitpunkt eine, die direkt aus den 00er-Jahren stammen könnte: 43er mit Milch! Ich LIEBE dieses Getränk so unglaublich und habe endlich auch das Selbstbewusstsein dazu zu stehen. Während sich alle ganz erwachsen und fachmännisch über den Whiskey der Stunde unterhalten, pfeife ich mir eine süße Milch nach der anderen rein und bin happy.

37. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen? Das ist eine gute Frage, denn ich glaube mir fällt es noch immer schwer überhaupt bis zu diesem Zeitpunkt zu bleiben. Ich hoffe, dass sich auch das bald wieder ändert und ich dann endlich wieder ein wenig sozialer unterwegs bin, bis jetzt bin ich leider noch durch und durch im Still-Modus.

38. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit? Puh, ich glaube Selbstständigkeit ist nichts für mich. Ich liebe den Job, den ich gerade ausübe. Ich liebe das große Team, aber auch die Möglichkeiten und die Sicherheit, die mir ein etabliertes Unternehmen bieten kann. Ich wäre keine gute Selbstständige, glaube ich.

39. Willst du immer gewinnen? Bei Brettspielen nur, wenn ich gegen meinen Freund spiele. Im Sport leider eigentlich immer.

40. Gehst du in die Kirche? Nein, nicht mehr regelmäßig. Ich habe einen ziemlich religiösen Background und bin als Kind und auch als Jugendliche noch sehr gerne und häufig in die Kirche gegangen. Ich habe mich ehrenamtlich engagiert und es hat mir auch viel gegeben. Inzwischen sind allerdings andere Dinge an diese Stellen getreten und das finde ich auch ok so. Ich glaube trotzdem noch an Gott und habe dadurch ein Grundvertrauen, in die Welt, das mich bisher sicher durch mein Leben geführt hat.

Jetzt seid ihr dran. Ob nur für euch selbst oder öffentlich, ob mündlich oder schriftlich, ob ausführlich oder kurz und knapp. Stellt euch selbst die Fragen und lernt euch ein bisschen besser kennen. Es lohnt sich!

 

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