DIY: Zipfelmütze

Die Zipfelmütze – ein Kinderklassiker und tatsächlich ein Kleidungsstück, auf das ich ziemlich neidisch bin. Was bei Erwachsenen eigentlich direkt nach Karneval aussieht, finde ich für Kinder einfach zauberhaft. Gerade im Herbst und im Frühling kommt die Mütze bei uns in sämtlichen färben auf den Kopf und damit ihr eure Kleinen auch mit der Kopfbedeckung erfreuen könnt, habe ich euch einmal eine kleine Anleitung dazu zusammen gestellt.

Zunächst schneidet ihr diese drei Teile zurecht. Wichtig ist, dass ihr einen elastischen Stoff nehmt. Je nachdem wie elastisch er ist, variiere ich die Schnittbreiten.

Den oberen Mützenteil müsst ihr zweimal zuschneiden. Als Daumenregel benutze ich für die Kegelbreite immer den halben Kopfumfang + 2 cm als Nahtzugabe. Bei besonders elastischen Stoffen, wie hier beispielsweise ein Bündchenstoff, nehme ich sogar noch 3 cm weniger, da die Mütze sonst nicht eng genug am Kopf sitzt. Wenn ihr euch unsicher seid, nehmt den Stoff einfach und legt ihn einmal in der gewünschten Dehnung um den Kopf eures Kindes, messt aus und entscheidet dann. Ich markiere auf der Kegelbreite auch direkt die Mitte um von dort aus in einem rechten Winkel 35 cm nach oben zu messen. Hier sitzt bei mir die Spitze. Das könnt ihr aber natürlich auch ganz noch euren Wünschen variieren. Dann markiere ich von der Spitze bis hin zu den Kegelbreitenenden und messe das aus. Das Ergebnis hieraus (im Bild die blaue Linie) wird dann der Radius um die Abrundung unten optimal hinzubekommen.

Den Bund für die Stirn braucht ihr nur einmal. Hier benutze ich immer direkt den Kopfumfang als Stoffbreite, da ich immer ziemlich elastische Stoffe benutze. Das könnt ihr aber natürlich wieder handhaben wie die Breite oben. Die Höhe des Streifens beträgt bei mir immer 12 cm. Abzüglich der zwei Zentimeter Nahtzugabe lande ich somit bei einer Bündchenbreite von 5 cm, die ich am schönsten finde.

Jetzt müsst ihr die Stoffe übereinander legen. Die beiden Mützenkegel legt ihr dabei rechts auf rechts aufeinander. Das heißt, dass die schönen Seiten (also die, die später außen sichtbar sein sollen) direkt aneinander liegen. Ich stecke das ganze dann immer fest, damit es nicht mehr verrutscht. Das Bündchen faltet ihr einmal in der Mitte und achtet dabei auch darauf, dass rechts auf rechts liegt.

Jetzt gibt es die ersten Nähte. Es sind drei an der Zahl. Bei dem Mützenkegel näht ihr die beiden langen Seiten aneinander. Achtet darauf einen elastischen Stich zu benutzen. Das Bündchen näht ihr an der offenen Seite zusammen (ebenfalls mit einmal elastischen Stich), so dass ein Ring entsteht. Ich nähe hier mit einem Abstand von einem Zentimeter, denn danach habe ich vorher die Nahtzugabe berechnet.

Wenn das Bündchen zu einem Ring zusammengenäht ist, müsst ihr es mittig falten, wie in den folgenden Bildern beschrieben. Hier jetzt allerdings nicht rechts auf rechts sondern links auf links. Quasi faltet ihr genau so, wie es später dann auch aussehen soll. Steckt das Ergebnis fest und bügelt einmal drüber, so dass das gefaltete Ergebnis nicht verrutscht.

Jetzt kommt der komplizierteste Teil: Bündchen und Kegel zusammenbringen. Dafür nehmt ich das gefaltete Bündchen mit der offenen Seite nach unten und passt die offene Kante genau auf die unbearbeitete Kante des Kegels ab. Um all das mehr oder weniger gleichmäßig zu tun nehme ich das Bündchen und knipse an der genau gegenüberliegenden Seite der Naht leicht ein. Dann lege ich die Naht vom Bündchen genau auf die eine Naht des Kegels und stecke dies fest. Den Knips passe ich genau auf die anderen Naht das Kegels ab und stecke auch dies fest. Den Rest stecke ich nach und nach an, so dass es ebenmäßig ist. Last but not least folgt die letzte Naht. Im Abstand von einem Zentimeter vom offenen Rand nähe ich einmal rund herum um den Schlauch. Achtet darauf, dass ihr immer alle drei Lagen erwischt und die Naht auch an den dickeren Stellen ordentlich bleibt…

Und fertig ist die Zipfelmütze! Viel Spaß beim Nachmachen!

 

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